KIAS betreibt nicht nur die österreichweit einzige Altreifen-Recyclinganlage, sondern erweitert die kostbare Wertschöpfungskette auch gleich um eine Reihe innovativer Anwendungen. Vom Forschergeist der Oberösterreicher profitiert nun auch die Konzernschwester TIBA.

„Beim reden kommen d‘ Leut zsamm“ – das gilt sowohl in Oberösterreich als auch in der Südsteiermark. Doch „getrennt“ durch zwei unterschiedliche Konzernsparten sowie durch den ein oder anderen Gebirgszug sind die Kontakte zwischen den Teams der KIAS Recycling und der TIBA Austria im Normalfall doch eher rar. Außer man besucht zusammen das konzernübergreifende Management-Training a.k.a. „Kirchdorfer Academy“! So kamen KIAS-Geschäftsführer Ing. Jürgen Secklehner und TIBA bzw. KCS-Produktmanager Ing. Christian Pusnik, beide konzernweit als „Tüftler“ bekannt, ins Gespräch über Gummiteile. Das Ergebnis: eine neue Lieferkette für Gummiauflagen, von denen der österreichische Tiefbau-Marktführer bislang mehrere zehntausend Stück pro Jahr extern zukaufen musste.

KIAS entwickelt verbesserte Gummiauflagen für Tiefbau-Fertigteile.

Gummi bildet die ureigene Expertise des Kirchdorfer/Asamer Joint-Ventures KIAS Recycling, das in Ohlsdorf im oberösterreichischen Traunviertel die einzige Altreifen-Recyclinganlage in Österreich betreibt. Aus bis zu 30.000 Tonnen Altreifen werden dort mit hochmodernen Anlagen wertvolles Gummigranulat und Gummimehl rückgewonnen. Ein kostbarer Naturrohstoff, der viel zu schade zum Verheizen ist – und daher in einem laufend erweiterten Produktportfolio von Gummimatten bis hin zu Kugelfängen zu neuem Leben erweckt wird. Daher wurde die Möglichkeit, für die Konzernschwester TIBA in einem ersten Schritt Gummiauflagen für Kabeltröge zu entwickeln, natürlich mit Begeisterung angenommen. Produktionsleiter Ernst Deisl hat die Sache im Detail analysiert und auch gleich die ein oder andere Verbesserung gegenüber den bisher zugekauften Teilen entwickelt.

Ein Produktionspartner in Kroatien bringt das Ohlsdprfer Granulat unter Zugabe von Polyethuran-Kleber und entsprechendem Druck und Temperatur in die von der TIBA benötigte Form. Die Produktion startet im Sommer 2018 und beweist einmal mehr, dass im Kichdorfer Management-Lehrgang nicht nur Theorie gelehrt wird, sondern praktischerweise auch Nägel mit Köpfen gemacht werden… oder in diesem Fall Besohlungen aus Gummi.

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