Unternehmen

Nachhaltigkeit, verantwortungsvoller Umgang mit der Natur und optimale Nutzung vorhandener Ressourcen sind Maxime der Firmenphilosophie der KIAS. Diese Überlegungen bilden die Grundlage für die Wiederverwertung von Altreifen, die sich von der thermischen Verwertung oder simplen Deponierung grundlegend unterscheidet und den oben formulierten Grundsätzen der KIAS entspricht.

Die Anlage zerlegt die Altreifen in deren Bestandteile Gummi, Stahl und Textilcord. Das Endprodukt sind qualitativ hochwertige Wertstoffe, die wieder für die Herstellung neuer Produkte wie etwa Fallschutzmatten, Trittschalldämmung, Sportanlagen, Kinderspielplätze etc. eingesetzt werden können. Für die Stahl- und Textilcordanteile der Altreifen, welche bei der Wiederaufbereitung anfallen, wurden von KIAS ebenfalls eigene Verwertungsschienen in neuen Produkten entwickelt.

Zwischen 5,5 und 6 Millionen Stück Altreifen fallen jährlich alleine in Österreich an – KIAS leistet durch die sowohl ökologisch, als auch ökonomisch sinnvolle Wiederverwertung von Altreifen einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen und somit zur Schonung der Umwelt.

Eigene Entwicklungen
durch KIAS

KIAS schafft eigene, wissenschaftlich fundierte und praxisnahe Lösungen. Das Ergebnis sind innovative Produkte – einfach, intelligent, sicher und kostengünstig. Für unsere Kunden entwickeln wir schnell, flexibel und zuverlässig maßgeschneiderte Anwendungen. Höchste Qualität zu erreichen und dabei neue Wege zu gehen – das ist unser Ziel!

Recyclinganlage

Die Recyclinganlage der KIAS zeichnet sich durch hohe Flexibilität bei der Wiederverwertung und erstklassige Qualität der recycelten Materialien aus. Durch modernste Technologie wird die bestmöglichste Erfüllung unterschiedlichster Kundenanforderungen gewährleistet. Die jährliche Verarbeitungskapazität beträgt 30.000 to Altreifen, aus denen bis zu 18.000 to Gummigranulat bzw. bis zu 6.000 to Gummimehl produziert werden können.

Umwelt

Die Anlage wurde nach dem neuersten Stand der Technik geplant und errichtet. Die vorgesehene Technologie arbeitet bei Umgebungstemperatur (Warmvermahlung).

Die Produktionsanlagen befinden sich in geschlossenen Betriebshallen; die Vorsortierung sowie Vorzerkleinerung erfolgt in einem überdachten Bereich, unmittelbar neben den Verarbeitungsmaschinen in der Betriebshalle.

Die Gummimahlanlagen sind weitgehend gekapselt, sodass die Luft von den Verarbeitungsstellen abgesaugt und über Staubfilter bestens abgereinigt werden kann. Somit wird sichergestellt, dass keine Luftverunreinigungen für Mitarbeiter und Umwelt auftreten.
Weiters wurde bereits in der Planung auf die Minimierung von Lärm durch entsprechende Dämmmaßnahmen Rücksicht genommen. Zu diesem Zweck wurden von unabhängigen Experten Berechnungen und Messungen durchgeführt, um den optimalen Schutz für Anrainer und Arbeitnehmer zu gewährleisten.

Durch die Summe der durchgeführten Maßnahmen ist die Umweltfreundlichkeit der Recyclinganlage sichergestellt.

KIAS unter neuer Führung

KIAS betreibt in Ohlsdorf die einzige Altreifenrecycling-Anlage Österreichs, die zu den modernsten in Europa zählt. Dort werden jedes Jahr bis zu 30.000 Tonnen Altreifen in ihre Bestandteile zerlegt.

Fast gänzlich ohne Emissionen werden aus den PKW- und LKWReifen Gummi (65 Prozent), Stahl (20 Prozent) und Textilcord (15 Prozent) gewonnen. „Der Stahldraht geht zurück in die Stahlindustrie. Textilcord wird zu Dämmstoffen verarbeitet oder als Brennstoff für Industrieanlagen genützt. Der Gummi wird in mehreren Produktionsschritten zu Granulaten in verschiedenen Korngrößen verarbeitet”, erklärt Christian Zirgoi. Der 32-Jährige sammelte während seines BWL-Studiums wertvolle Erfahrungen in Buenos Aires und Kapstadt und arbeitete für ein österreichisches Unternehmen in Großbritannien, bevor er vor drei Jahren zu KIAS nach Ohlsdorf kam. Seit September steht Christian Zirgoi als Geschäftsführer gemeinsam mit Ernst Deisl an der Spitze von achtzehn Mitarbeitern.

Aus Altreifen entstehen nachhaltige Produkte

Ausgediente Reifen waren ein Entsorgungsproblem und wurden deponiert. Heute gewinnt KIAS daraus Granulate oder Gummimehle. Diese werden zu Kunststoffbeschichtungen, Matten, Dämmplatten, Bodenbelägen oder Schuhsolen verarbeitet und kommen beim Sportplatzbau, bei Spielplätzen und als hochqualitative Alternativ-Brennstoffe zum Einsatz. Als Beigabe zum Asphalt verlängern Gummigranulate und Gummimehle die Haltbarkeit von Straßen und verringern den Lärm. Außerdem hat KIAS aus Gummimehl ein Ölbindemittel entwickelt, das bereits von vielen Feuerwehren verwendet wird. Einzigartig ist auch das Sicherheitsgranulat „Kias Protect” für Schießanlagen. „Die Einsatzmöglichkeiten unserer Granulate sind sehr vielseitig”, weiß Christian Zirgoi. Interessierte Vereine oder Gruppen können die einzigartige Recyclinganlage gegen Voranmeldung gerne besichtigen.

Christian Zirgoi (rechts) und Ernst Deisl leiten die KIAS Recycling GmbH in Ohlsdorf.